Der Sumpf. Europa Stunde Null
Eine Produktion von 400asa Sektion Nord, donaufestival.at und Sophiensaele Berlin.
Sie nannten es „Volksaufstand“, das Ereignis, das im Jahre 1989 innerhalb weniger Monate die DDR hinwegfegte. 1990 kam dann die D-Mark und Der Spiegel titelte: „Gelingt es der Bundesrepublik, die DDR schnell aus dem Sumpf zu ziehen? Oder versinkt das östliche Deutschland erst mal noch tiefer im Morast?“ In Wien gab es Verhandlungen zwischen den Staaten der Nato und des Warschauer Pakts über einen Truppenabbau zwischen Atlantik und Ural. Am 21. Juli 1990 brachte dann Roger Waters, der Architekt, seine Styropor-Mauer zu Fall, in Berlin auf dem Potsdamer Platz, wo früher die „echte Mauer“ stand. Und es gab einen neuen Krieg im Nahen Osten, der am 2. August 1990 mit dem Einmarsch irakischer Truppen in Kuwait begann. Die abstrakte Bedeutung des Phänomens „The Wall“, des bislang größten Konzerts in der Geschichte der Rockmusik, ist das zentrale Motiv von „Der Sumpf. Europa Stunde Null“. Wir begeben uns auf eine psychedelische Busfahrt an unbekannte Orte, sehen in die Zukunft und erkunden das feinmaschige Netz aus Erinnern, Vergessen und Verdrängen.
"Es ist ein Theater der Wahrheit. Ein Theater, wie es besser nicht geht."
Kristof Schreuf, Junge Welt, 01.10.2009
"Der Sumpf. Europa Stunde Null" ist ein aufwendiges und spezielles Theaterereignis, das im Hof der Sophiensaele beginnt.
Die Bühne ist das nächtliche Berlin. [...] Das Drama entwickelt sich vornehmlich im Kopf des Betrachters, in freier
Assoziation der an den Stoppstellen gezeigten Episoden mit den Ereignissen im Bus sowie den Zufallsbegegnungen mit dem
nächtlichen Berlin. Diese Sensibilisierung der Wahrnehmung ist eine Qualität des Abends."
Tom Mustroph, Neues Deutschland, 02.10.2009
Konzept/Text Claudia Basrawi, Paolo Fusi, Ted Gaier, Samuel Schwarz
Regie Samuel Schwarz
Musik Paolo Fusi, Ted Gaier, Gina D'Orio
Korrepetition Martin Gantenbein
Bühne/Kostüme Cristina Nyffeler
Licht Philipp Stengele
Produktionsleitung Anna Bergel
Produktionsleitung Zürich Michael Röhrenbach
Logistik Peter Weiss
Assistenz Regie Deborah Neininger
Assistenz Bühne / Kostüme Dorothee Bach, Andrea Urbutt
Assistenz Produktion Maximilian Fischer
Mit Claudia Basrawi, Anna Bergel, Gina D'Orio, Paolo Fusi, Ted Gaier, Erdinç Güler, Christopher Novak, Yoshii Riesen
Stimme im Bus Heinrich Dubel (Autor von Helicopter Hysterie)
Für dieses Projekt gründeten die Autorin Claudia Basrawi, der Musiker Ted Gaier und der Regisseur Samuel Schwarz die Spin-Off-Gruppe 400asa Sektion Nord.
Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung und des Präsidialdepartments der Stadt Zürich.
Mit freundlicher Unterstützung von LED LENSER by Zweibrüder Optoelectronics GmbH, Spree Automobil-Vertriebs-GmbH und Co KG und B+P Gerüstbau GmbH.
Die Wiederaufnahme wird gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
